"Mit der Stilllegung einer Schnellbahnlinie infolge eines geplatzten Wasserrohrs erreicht das Desaster rund um die Folgen des schadhaften Wiener Wasserrohrnetzes eine neue Dimension", kritisiert der LAbg. GR Roman Stiftner. Dass die Schnellbahn teilweise eingestellt werden muss, zeigt welche Auswirkungen die jahrelang verschleppte Sanierung des Wiener Wasserrohrnetzes hat.
"Das jahrelange Aufschieben der Sanierung der zahlreichen Pannenrohre legt jetzt sogar den Zugsverkehr lahm, nachdem sich in den letzten Jahren immer wieder tausende Autofahrerinnen und Autofahrer über Staus infolge von Wasserrohrbrüchen ärgern mussten und durch das austretende Wasser oftmals große Schäden an den betroffenen Häusern entstanden sind."
Mit dem jüngsten Vorfall sei das Maß aber voll. Als nächste Steigerungsstufe könnte nur noch ein die West- oder Südbahn unterspülender oder die Flughafenautobahn verwüstender Wasserrohrbruch kommen und Wien wäre von den internationalen Verkehrswegen abgeschnitten. Bevor es so weit komme, sollte die Sanierung mit mehr Hochdruck vorangetrieben werden.
Es sei in diesem Zusammenhang erstaunlich, dass es trotz der jahrelangen Einnahmenüberschüsse der Wasserwerke nicht gelungen sei, mit diesem Geld die notwendige Sanierung der Wasserrohre vorzunehmen. Das zeige einmal mehr, dass die SP-Stadtregierung die Gebührenüberschüsse nicht für die Sanierung der Umweltinfrastruktur heranziehe, sondern diese Überschüsse in den allgemeinen Budgettopf wandern.
"Unter diesem Eindruck ist die anstehende Gebührenerhöhung des Wasserpreises um 33 Prozent sofort auszusetzen, bis die einwandfreie Wasserversorgung endlich wieder garantiert ist. Denn angesichts der hohen Wasserpreise hat die Bevölkerung ein Anrecht auf eine pannenfreie Wasserversorgung", betont Stiftner abschließend.