Lange haben sich ÖVP, Bürgerforum und die Bezirksvorsteherin der Josefstadt, Mag. Veronika Mickel, für eine Sanierung des desolaten Stationsgebäudes U6 Josefstädterstraße eingesetzt. Eine Einhüllung des Stationsgebäudes – um herabfallenden Putz aufzufangen – hat Anfang des Jahres den dramatischen Zustand gezeigt, in dem sich das Jugendstilgebäude bereits befunden hat. Die U6-Station – für viele ein Eintrittstor in die Josefstadt – wurde zu einem Schandfleck für unseren Bezirk.
Wir haben daher über Wochen hinweg Unterschriften für eine Sanierung des desolaten Gebäudes gesammelt. Und die Bemühungen wurden von Erfolg gekrönt. Am 4. Juli wurde die Renovierung eingeläutet. Das Stationsgebäude musste zu diesem Zweck geschlossen werden. Die Dringlichkeit einer Komplettsanierung des Jugendstilgebäudes zeigte sich jedoch bereits kurze Zeit später. Unvorhergesehene Umstände machten eine Totalsperre des Streckenabschnitts zwischen Alser Straße und Westbahnhof nötig. Zwar konnte diese mit 29. August wieder aufgehoben und seither die Station Josefstädterstraße wieder durchfahren werden, auf einkonkretes Datum für eine Öffnung des Stationsgebäudes Josefstädterstraße wollten sich die Wiener Linien allerdings bisher nicht festlegen. Es ist von einem Termin im Herbst auszugehen. Der Beginn der Fassadensanierungsarbeiten wurde für das Frühjahr 2012 versprochen. Mit der Fertigstellung sämtlicher Renovierungsarbeiten ist im Jahr 2013 zu rechnen. Der U-Bahn Verkehr soll in diesem Zeitraum allerdings nicht beeinträchtigt werden.
Wir werden den Kontakt mit den Wiener Linien nicht abreißen lassen und weiterhin mit starker Stimme ein zügiges Voranschreiten der Bauarbeiten einfordern – damit unser denkmalgeschütztes Stationsgebäude endlich wieder in seinem Jugendstilglanz erstrahlen kann.