Große Pläne - der Dombau von St. Stephan

Über Jahrhunderte hinweg wurde am Dom von St. Stephan gebaut. Die Originalpläne des Dombaus sind nun im Rahmen einer Ausstellung zu besichtigen und wurden der ÖVP Innere Stadt in einer Sonderführung vorgestellt. (23.06.2011)

Am Mittwochabend, den 15. Juni 2011, luden Bezirksparteiobmann Markus Figl und die ÖVP Innere Stadt zur Ausstellung "Der Dombau von St. Stephan - Die Originalpläne aus dem Mittelalter" ins Wien Museum. Die über 20 Besucher erhielten nach Ende der offiziellen Öffnungszeiten im Rahmen einer Exklusivführung von Kunsthistorikerin Christine Strahner detailreiche Einblicke in die Entstehungsgeschichte und Entwicklung unseres berühmten Wahrzeichens.

Der Auftakt erfolgte durch einführende Worte des Dombaumeisters Wolfgang Zehetner, der in enger Zusammenarbeit mit dem Wien Museum die Ausstellung überhaupt erst ermöglicht hatte. In der Spezialführung wurde den Besuchern die spätmittelalterlichen Architekturzeichnungen von St. Stephan gezeigt und erklärt. Für das interessierte Publikum gab es die einmalige Möglichkeit, vertiefende Fragen zu stellen, die von Frau Strahner aufgrund ihres Fachwissens umfassend beantwortet wurden.

Interessant waren auch die ausgestellten Originalteile wie Fenster, Dekorationen und Stauten, die die Dombauhütte dem Wien Museum für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt hatte. Mehr als 300 Jahre wurde am "schönsten Dom der Christenheit" gebaut und dementsprechend viele Pläne und Informationen sind uns heute erhalten. Die Führung ermöglichte einen Blick in die historischen Ereignisse, und es lässt sich dadurch leichter nachvollziehen, warum der einstige Repräsentationsbau des Hofes und Prestigebau der Bürger so viel Berühmtheit erlangte und zu dem wurde, was er heute ist: zur Ikone unserer Stadt.

Nach dem spannenden Besuch der Ausstellung lässt sich vielleicht der Mythos um den monumentalen Bau, der auch auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes steht, leichter verstehen - enträtselt wird er aber nie sein.