20 Jahre geschlafen

Die Wassergebühren werden von der zuständigen Stadträtin mit dem Hauptargument: „es gab zwanzig Jahre keine Gebührenerhöhung und ist daher dringend notwendig“ um 33% erhöht. (21.09.2011)

Dazu muss sie sich schon zwei Fragen gefallen lassen.

Frage eins: aus welchem Budget wurden in diesen zwanzig Jahren die Abgänge der Wasserversorgung getragen? oder wenn keine Abgänge zu verzeichnen waren

Frage zwei: wo sind dann die Überschüsse aus den Wassergebühren in diesen 20 Jahren im wahrsten Sinn des Wortes versickert und damit den Wasserkunden vorenthalten worden?

Oder gab es schon immer eine ausgeglichene Gebühren/Kosten – Rechnung? , dann kann aber wieder das Argument der 20jährigen Gebührenerhöhungsabstinenz nicht ganz stimmen.

Dann kann nur sein, dass man erst jetzt und überrascht vor einem Kostenschub zur Sanierung des zum Teil über 100jährige Wiener Wassernetz aus der Kaiserzeit gestanden ist – dann, ja dann haben die politisch Zuständigen aber ordentlich geschlafen und echte wirtschaftliche Unkompetenz, wenn nicht Verantwortungslosigkeit gezeigt. Wenn dies, der von der SPÖ viel besungene „Wiener Weg“ ist wäre das beschämend und müsste Konsequenzen haben denn die Gebührenzahler wollen nicht von Dilettanten verwaltet werden.

Gespannt bin ich ob wir auf die gestellten Fragen glaubhafte Antworten erhalten werden und noch mehr gespannt bin ich ob wir uns nicht auf Grund solcher „Professionalität“ auch in anderen städtischen Bereichen, wie zum Beispiel der Gas- und Elektroversorgung auf Überraschungen vorbereiten müssen.

Ing. Hannes Trinkl/20.09.2011